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Handball Taktik


Torwürfe

Jeder Feldspieler sollte drei Torwurfarten beherrschen: Schlagwurf, Sprungwurf und Fallwurf.

Schlagwurf

Der Schlagwurf mit Stemmschritt gilt als die Grundwurfart beim Handball. Er bildet die Basis für das Erlernen weiterer Wurfarten. Mit dem Schlagwurf sind Wurfgeschwindigkeiten bis zu 130 km/h möglich. Somit gilt er als der härteste Wurf beim Handball. Der Schlagwurf erfolgt meist verdeckt oder durch Abwehrlücken hindurch.
Der Schlagwurf besteht aus mehreren Bewegungsabschnitten:
Anlauf: Um die maximale Wurfkraft entfalten zu können, muss das Tempo im Anlauf in drei Schritten gesteigert werden. Dabei wird der Ball aus seiner Position vor dem Körper nach hinten-oben in die Wurfauslage geführt.
Wurfauslage: Der Arm ist am Ende der Ausholbewegung fast gestreckt, damit der Ball dann über einen möglichst langen Beschleunigungsweg verfügt. Je länger natürlich die Ausholbewegung, desto mehr Zeit haben die Verteidiger sich auf einen Torwurf einzustellen und einen Block zu stellen.
Bei erreichen der Wurfauslage ist die Wurfarmschulter hinten. Dabei setzt der Rechtshänder beim Einstemmen das linke Bein fast gestreckt auf. Mit dem abrupten Abstoppen dreht die rechte Hüfte nach vorn, gefolgt von der rechten Wurfarmschulter. Durch die Bogenspannung überträgt der Rumpf seine Kraft auf den Wurfarm und der Arm peitscht schlagartig nach vorn. Am Ende der Wurfbewegung gibt die Hand dem Ball durch Abklappen den letzten Impuls und die Richtung.

Sprungwurf

Der Sprungwurf ist der häufigst angewandte Wurf in einem Handballspiel und setzt sich aus folgenden Bewegungsabschnitten zusammen.
Anlauf: Aus dem Stand heraus setzt sich der werfende Spieler im Dreier-Rhythmus in Bewegung - links-rechts-links. Mit dem letzten Schritt setzt er die Verse zuerst auf (Einstemmen).
Absprung: Der Rechtshänder sproingt vom linken Sprungbein ab. Das rechte Bein ist das Schwungbein und wird angwinkelt mit nach oben geführt. Dies unterstützt den Absprung. In der Flugphase beginnt die Ausholbewegung. Der Wurfarm bewegt sich nach hinten-oben in die Wurfauslage, die linke Schulter kommt zeitgleich nach vorn. Dabei baut sich die für den starken Wurf wichtige Bogenspannung auf.
Wurf: Die Bogenspannung wird durch den Wurf gelöst. Dabei schlägt der Wurfarm schlagartig nach vorn. Deutlich über dem Kopf, etwa nach dem Scheitelpunkt, verlässt der Ball die Hand. Um den Wurf zu unterstützen, wird das Schwungbein in einer Gegenbewegung nach hinten gestreckt. Der Oberkörper klappt nach vorn.

Fallwurf

Der Fallwurf kommt zum Einsatz wenn die Distanz zum Tor verringert werden soll, der Wurfwinkel verbessert werden muss oder wenn man sich dem Zugriff des Abwehrspielers entziehen will.
Beim frontalen Fallwurf steht man in frontaler Stellung zum Tor. im ersten Schritt werden die Knie und die Hüfte gebeugt. Nach kräftigem Abdrücken vom Hallenboden in Richtung Tor wird der Körper gestreckt. Dabei geht die Wurfarmschulter zum Ausholen nach hinten (Bogenspannung). In der fast waagerechten Flugphase wird erst relativ spät geworfen. Die gestreckte Landung wird mit den Händen abgefangen. Neben einer guten Falltechnik mindern Knie- und Ellbogenschoner die Verletzungsgefahr.

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